Unter dem Motto "Sag's mit Max Havelaar" haben Konsumentinnen und Konsumenten nun auch bei Blumen die Möglichkeit, den fairen Handel zu unterstützen. Schweizerinnen und Schweizer geben pro Jahr durchschnittlich CHF 124.00 für Schnittblumen aus und liegen damit weltweit an der Spitze. Jede vierte Rose auf dem Schweizer Blumenmarkt stammt aus Ländern des Südens. Rosen gelten seit der Antike als Symbol der Liebe und Sinnbild der Frau. Gerade Frauen – sie stellen die Mehrheit der Belegschaft afrikanischer Blumenfarmen – sollen nun von den Max Havelaar-Rosen profitieren. Der Verkauf zu Max Havelaar-Bedingungen leistet einen Beitrag an bessere Arbeits- und Lebensbedingungen der Blumenarbeiterinnen. Verschiedene Organisationen haben zusammen mit Produzenten und Handel den Boden für dieses Projekt geebnet, insbesondere die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien und die daraus entstandene Blumenkoordination Schweiz, zu deren Träger auch Schweizer Hilfswerke zählen.
Die Blumen mit dem Max Havelaar-Gütesiegel stammen vorerst aus Kenia und Simbabwe. Über einen von Konsumentinnen und Konsumenten bezahlten Mehrpreis werden Projekte zu Gunsten der Blumenarbeiterinnen finanziert. In einem aus Management und Arbeiterschaft zusammengesetzten Komitee erhalten sie ein Mitsprache- und Entscheidungsrecht zur Verwendung dieser Mittel. Typische Projekte, die dabei entstehen, betreffen Ausbildung oder medizinische Versorgung. Die Max Havelaar-Blumenfarmen verpflichten sich, nebst sozialen auch ökologische Bedingungen einzuhalten. Sie werden, in Zusammenarbeit mit FLP und MPS (Verhaltenskodex-Organisationen für Blumen), von der Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) regelmässig kontrolliert
Die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) wurde im Februar 1992 von den sechs grossen Schweizer Hilfswerken Brot für alle, Caritas, Fastenopfer, HEKS, Helvetas und Swissaid gegründet. Das Bundesamt für Aussenwirtschaft (heutiges SECO) leistete einen Startbeitrag. Auftrag war und ist es, die Idee des fairen Handels aus der Nische in die grossen Verkaufsflächen zu bringen und somit möglichst viele Konsumentinnen und Konsumenten zu erreichen. Die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) ist nicht gewinnorientiert und seit 2001 selbsttragend.
Marktzugang für Produkte von bäuerlichen Genossenschaften und Arbeiterinnen und Arbeitern in benachteiligten Regionen des Südens zu fairen und nachhaltigen Handelsbedingungen sichern.
Koordination der Zertifizierung und Kontrolle, dass Produkte mit Max Havelaar-Gütesiegel gemäss den internationalen Standards des fairen Handels produziert und gehandelt werden
Bauernfamilien und Plantagenangestellte in den so genannten Entwicklungsländern leben konstant unter dem Druck des Weltmarktes, den schwankenden Preisen und dem ausbeuterischen lokalen Zwischenhandel.
Die Folgen reichen von Verschuldung über Arbeitslosigkeit bis zu Verelendung. Alternativen zur angestammten Produktion gibt es nur wenige und diese beinhalten leider auch Drogenanbau, Prostitution, Kinderarbeit oder Flucht in die Elendsviertel der Grossstädte.
Endlich Frühling, und damit höchste Zeit, sich auch zu Hause mit Saisonblumen und Frühlingsblühern zu umgeben. Mit wenig Aufwand kann man ganz Erstaunliches bewirken!
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